28 Sep 2026

Fünf Jahre GGL: Regulator ruft zu flexibleren Vorschriften für den Online-Glücksspielmarkt auf

Aktuelle Entwicklungen im deutschen Online-Glücksspielmarkt und regulatorische Maßnahmen der GGL

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat vor fünf Jahren ihre Arbeit aufgenommen und nutzt diesen Anlass, um Anpassungen in der Regulierung zu fordern, die mit der schnellen Entwicklung des Online-Glücksspielmarktes Schritt halten sollen, einschließlich neuer Geschäftsmodelle und illegaler Aktivitäten.

Beobachter haben festgestellt, dass die Behörde ihre Durchsetzungsaktivitäten in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert hat, wobei die Zahl der Verbotsverfahren gegen illegale Anbieter von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 gestiegen ist, während über 6.300 Websites überprüft und 1.843 illegale Seiten bis Ende 2025 unzugänglich gemacht wurden.

Intensivierte Durchsetzung und Marktüberwachung

Die GGL hat in ihrem Tätigkeitsbericht 2025 die Fortschritte bei der Bekämpfung illegaler Angebote dokumentiert und dabei betont, dass die steigenden Verfahrenszahlen auf eine gezieltere Überwachung zurückzuführen sind, die es ermöglicht, neue illegale Geschäftsmodelle schneller zu identifizieren und zu unterbinden.

Experten haben beobachtet, dass die Behörde mehr als 6.300 Websites systematisch geprüft hat, was zu einer deutlichen Zunahme der Sperrungen geführt hat, und diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, Vorschriften an die dynamische Marktentwicklung anzupassen, um sowohl legale als auch illegale Aktivitäten effektiv zu regulieren.

Und hier zeigt sich die Verbindung zwischen steigenden Verbotsverfahren und der Forderung nach flexibleren Regelungen, weil die Behörde feststellt, dass starre Vorgaben mit neuen Geschäftsmodellen nicht mehr ausreichend mithalten können.

Lizenzierte Anbieter und Kanalisierungsrate

Zum Stand Ende 2025 verfügen 129 lizenzierte Betreiber über insgesamt 229 Websites, was nach Angaben der GGL eine stabile Grundlage für den regulierten Markt bildet und gleichzeitig die Bemühungen um eine höhere Kanalisierungsrate unterstützt.

Eine wissenschaftliche Studie für das Jahr 2024 hat eine Kanalisierungsrate von 77 Prozent in den regulierten Markt ermittelt, und diese Zahl unterstreicht, dass ein Großteil der Spielaktivitäten bereits in legale Kanäle gelenkt wird, während die verbleibenden Anteile weiterhin durch verstärkte Maßnahmen adressiert werden sollen.

Statistiken zur Kanalisierung und Lizenzierung im deutschen Glücksspielmarkt 2025

Die GGL verweist in diesem Zusammenhang auf den Tätigkeitsbericht 2025, der detaillierte Zahlen zu den Durchsetzungsaktivitäten enthält und die Notwendigkeit flexiblerer Regelungen zur Anpassung an illegale Aktivitäten und neue Modelle hervorhebt.

Anpassungsbedarf an Marktentwicklungen

Die Behörde hat in ihrer Stellungnahme zum fünfjährigen Bestehen deutlich gemacht, dass die rasante Entwicklung des Online-Glücksspielmarktes flexiblere und anpassungsfähigere Regulierungen erfordert, um sowohl mit neuen Geschäftsmodellen als auch mit illegalen Angeboten Schritt zu halten, und diese Position basiert auf den gesammelten Erfahrungen aus fünf Jahren Aufsichtstätigkeit.

Beobachter notieren, dass die gestiegenen Verbotsverfahren und die hohe Zahl überprüfter Websites zeigen, wie sich der Markt verändert hat, und die GGL argumentiert, dass bestehende Regelwerke erweitert werden müssen, um künftige Entwicklungen besser abzudecken, ohne die Durchsetzung zu beeinträchtigen.

Im September 2026 wird die GGL weitere Berichte zu laufenden Anpassungen vorlegen, die auf den aktuellen Erkenntnissen aus 2025 aufbauen und die Umsetzung flexiblerer Vorschriften weiter vorantreiben sollen.

Fazit

Die GGL hat mit ihrem fünfjährigen Bestehen die Bilanz ihrer Arbeit gezogen und gleichzeitig den Bedarf an modernisierten Regulierungen betont, die auf die Dynamik des Marktes reagieren können, wobei die dokumentierten Zahlen zu Verbotsverfahren, Website-Überprüfungen und lizenzierten Angeboten die Grundlage für diese Einschätzung bilden.

Die Kombination aus erhöhter Durchsetzung und der Forderung nach Anpassungsfähigkeit zeichnet das Bild einer Behörde, die auf veränderte Bedingungen reagiert, und die Kanalisierungsrate von 77 Prozent aus der Studie 2024 zeigt, dass Fortschritte erzielt wurden, während weitere Maßnahmen für die verbleibenden Bereiche geplant sind.